Cologne226 – DNS

Leider nicht für mich:

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Nach langem Hin und Her habe ich mich dazu entschieden nicht an den Start zu gehen. Ich hätte es sicher irgendwie geschafft, aber für welchen Preis? Und meine Leistung hätte ich auf keinen Fall abbrufen können, nur mit einer halben Lunge ausgestattet. Irgendwie scheine ich nicht bei Bestzeiten verdächtigen Rennen starten zu sollen (wie schon im letzten Jahr in Roth). Ich glaube, dass Köln mir gelegen hätte: Schwimmen auf der Regattabahn, ohne viel Gehaue, einfach nur Gerade und wieder zurück. Und die Radstrecke war toll! Okey, landschaftlich sicherlich kein Highlight, aber flach und schön windanfällig. Dass heißt 180Km Aufsatz und immer Druck auf die Pedale bringen, herrlich! :0) Und der Marathon entlang des Rheins, aufgeteilt auf vier Runden. Da hätte man schön oft seine Lieben gesehen.

Es sollte nicht sein. Schade ist einfach, dass man bei dem Sport als Freizeit-Triathlet nicht einfach sagen kann, “ach, dann mache ich in vier Wochen einfach eine andere Langdistanz mit”. Obwohl ich an dieser Stelle erwähnen möchte, dass mir Petko von pebe-sport sogar einen Startplatz bei der Challenge Barcelona am 3.10. besorgt hat (Danke noch einmal dafür!). Das wäre natürlich perfekt, aber da Stephan und ich uns am 2.10. auf den Weg nach Hawaii machen passt es zeitlich einfach nicht zusammen. Und da freue ich mich natürlich auch schon sehr drauf :0)

Ich muss schon zugeben, dass es sehr weh tut und mir die Entscheidung nicht leicht gefallen ist. Man trainiert fleißig, was ja auch Spaß macht, aber eben nicht immer und dann möchte man einfach auch mal seine Leistung abrufen können und sehen “was man drauf” hat. Und ich habe mich wirklich gut gefühlt. Aber die Gesundheit geht vor und schließlich möchte ich auch noch lange Sport machen können.

Ich kann jetzt noch lange darüber nachdenken “was, wäre, wenn”, aber es ist nun vorbei und es heißt nach vorne schauen. Vielleicht laufe ich noch den Marathon mit und gehe einen Tag vorher 180Km Rad fahren und 3,8Km schwimmen ;0) Meine Motivation einen “reinen” Marathon zu laufen ist einfach nicht so groß bzw. die Motivation eine gute Zeit zu laufen. Und eine gute Zeit kann ich so wieso nicht laufen, denn das ist einfach nicht mein Ding. Und meine Platte aus der Schulter muss ja auch noch raus… ach, mir gehen gerade so viele Gedanken durch den Kopf.

Naja, mal sehen was ich noch mache. Erst einmal muss ich sowieso wieder gesund werden, denn vorher brauche ich gar nicht anfangen Pläne zu schmieden. Aber die Saison so zu beenden ist schon verdammt schwer :0(

Passt auf euch auf,

Eure Anja

Cologne226

Zja, was soll ich schreiben. Leider kann ich nicht schreiben das meine Chemiebomben Wunder gewirkt haben. Ich bin nicht gesund, dass ist klar. Aber meine Pulswerte sind nicht total daneben. Ich hatte gestern Morgen einen Ruhepuls von 43. Normalerweise liegt er bei 37, also nur fünf Schläge Differenz. Diese können auch schon alleine von der vielen Ruhe der letzten Tage resultieren. Und fünf Schläge Unterschied ist nicht viel und zu vernachlässigen.

Heute bin ich kurz Rad gefahren und habe genau darauf geachtet was mein Puls macht. Nach ein paar kurzen Antritten geht der Puls hoch und viel wichtiger, er fällt auch wieder runter. Wenn nur diese Halsschmerzen nicht wären :0(

Ich habe mich jetzt dazu entschieden, dass ich es auf jeden Fall versuchen werde. Da ich beim Rad fahren 3x an der Wechselzone vorbeikomme, kann ich also jederzeit aussteigen. Denn klar ist, dass mir der Marathon das “Genick brechen” kann. Außerdem bin ich vor ein paar Stunden ganz unerwartet zu einem neuen Neo gekommen und der schwimmt fast von alleine ;0) Aber dazu gibt es einen neuen Blogeintrag.

Nun heißt es das Rad fertig zu machen, die Beutel zu packen und alles weg bringen.

Drückt mir die Daumen, vielleicht stehe ich ja morgen auf und alles ist gut. Denn das Wasser Glas ist immer halb voll und nicht halb leer ;0)

Liebe Grüße… und bleibt gesund!

Eure Anja

Cologne226 – erst einmal an den Start kommen

… das scheint bei mir (wie kurz vor Roth im letzten Jahr) wieder eine ganz besondere Bedeutung zu haben. Letzte Woche das mit dem Fuß und seit Dienstag bin ich krank: Halsschmerzen, Ohrenschmerzen, heiß/ kalt. Ich könnte heulen!

Ich haue mir schon voll die Chemie rein. Falls ich starten kann und ich eine Doping Kontrolle habe, weiß ich jetzt schon wie die aussehen wird. Aber was soll man so kurz vor einem Rennen denn machen?! Ich habe nur noch drei Tage…

Es fing schon Samstag Nacht an, noch nicht schlimm, aber da dachte ich schon, ob da was in Anmarsch ist. Deswegen bin ich auch nicht bei dem Sprint Triathlon gestartet. Aber ich war trotzdem die ganze Zeit draußen und habe auf Stephan geschaut (der übrigens einen sehr guten WK gemacht hat) … und das war ganz schön kalt. Ich denke, dass war der Ausschlag. Obwohl ich Handschuh, Mütze und zwei Jacken anhatte. Aber so ist das, man nimmt raus, der Körper erholt sich und schwupp ist man krank :-(

Heute Nachmittag fahre ich los. Das ist vielleicht ganz gut. Dann kann ich mich vor Ort noch ausruhen und erholen, da ich dort nicht so viel “rumräumen und rumwuseln” kann ;-) Leider konnte ich die letzten Tage nicht mehr trainieren. Ich weiß das es meiner Form nicht schadet, aber für den Kopf ist es doof. Andererseits ist zu viel Ruhe vor einem WK ja auch nicht so optimal, weil dann die Anspannung verloren geht. Aber anders geht es jetzt nicht :-(

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Drückt mir die Daumen das es in den nächsten zwei Tagen besser wird!

Liebe Grüße,

Eure, im Moment gerade sehr traurige, Anja

Irgendwann ist immer das Erste mal…

… denke ich mir und somit werde ich am Wochenende zum ersten mal bei einem Sprint-Triathlon starten. Ja, genau, einem Sprint!

Das sind in diesem Fall 650m schwimmen, 15Km Rad und 5Km laufen. Oh man, dass kann was werden. Wenn ich mir meine Socken zum Laufen anziehe, sind die anderen schon im Ziel, aber ich habe keine Lust auf Blasen an den Füßen eine Woche vor Köln. Geplant war eigentlich auch, dass wir den Sprint als Staffel angehen, aber leider ist der Schwimmer ausgefallen und so schnell kein anderer “aufzutreiben”. Naja, und noch einmal zum Wechsel-Üben ist es sicherlich nicht schlecht. Mal sehen wie und was das wird :0) Und da Stephan dort bei dem “Drittel Ironman” startet und bevor ich nur rumstehe, kann ich auch mitmachen… danach ist ja immer noch genug Zeit zum stehen (nicht das damit verstanden wird, dass Stephan so lange braucht ;0))

Mittlerweile bin ich auch wieder recht zuversichtlich das ich WIRKLICH mitmachen kann, denn das sah am Montag ganz anders aus: Am Sonntag Abend waren wir bei Freunden zum Grillen und haben draußen gesessen. Da muß mich etwas gestochen haben, was ich in dem Moment  aber nicht mitbekommen habe.  Am Montag Morgen war mein Fuß so angeschwollen, dass ich nicht mal in meine Flip Flops gepasst habe! Da ich es mit Hochlagern und Kühlen nicht hinbekommen habe und die Nacht auf Dienstag so schlimm (der Fuß war so heiß und blau geschwollen) war, bin ich Dienstag sogar zum Arzt. Und wer mich kennt weiß, dass ich mich da nicht so schnell blicken lasse. Aber so ein paar Tage vor einem Ironman wird man dann doch recht schnell nervös und fragt sich was das ist.

Es ist (mittlerweile zum Glück “war”) eine sehr starke allergische Reaktion auf einen -wohl verunreinigten- Mückenstich! Zum Glück haben drei Tage komplette Ruhe, Kühlpacks, Antiallergikum, Spritzen und Hochlagern dazu geführt, dass ich heute wieder meinen Knöchel sehen konnte, die Entzündung so gut wie raus ist und ich wieder in Schuhe gepasst habe.

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So wird es zum Glück nie langweilig ;0)

Wenn das Wetter mitspielt und ich am Sonntag beim Sprint starte, werde ich natürlich umgehend berichten.

Was natürlich noch erwähnt werden muss: Am Sonntag ist der Ötztaler Radmarathon! Und am Start in diesem Jahr Ramona und Alex und Nils von Sport-Outlet24. Wir drücken euch die Daumen und wünschen euch ganz viel Spaß, gute Beine und schönes Wetter! Und freuen uns natürlich auch auf das Video von euch “danach” ;0)

Bis dahin liebe Grüße und immer schön auf die Mücken achten!

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Eure Anja

Waren an der Müritz – Triathlon 2-80-20

Der Triathlon ist zwar schon wieder fast zwei Wochen her, aber dennoch ein kurzer Bericht. Ich mag den Triathlon in Waren sehr und so mit war dies mein dritter Start dort. Meiner Meinung nach hat er die schönste Wechselzone die es gibt: Man kommt aus dem Wasser und hat nur Rasen unter den Füßen!

Was ich nicht ganz so gut finde ist der späte Startzeitpunkt: 12:00. Aber der resultiert daraus, dass am Vormittag noch eine sehr gut besuchte Sprintdistanz durchgeführt wird. An der Stephan übrigens erfolgreich teilgenommen hat! Andererseits ermöglicht der späte Start über die Mittelstrecke ein Anreisen am gleichen Tag. Wir sind allerdings schon am Freitag mit dem Wohnmobil hoch gefahren.

Schwimmen:

Man schwimmt zwei Runden in der Müritz mit einem kleinen Landgang.

Zja, was soll ich zu der ersten Disziplin schreiben? Beim schwimmen habe ich immer die gleichen Probleme: Ich mag keine Leute um mich rum haben und ich kann mich nicht richtig anstrengen. Das Problem mit den Leuten läßt sich leider schwer vermeiden beim Triathlon. Somit liegt mein erstes Bestreben immer darin, so schnell wie möglich weg zu kommen… auch wenn es nicht die richtige Richtung ist ;0) Das zwete Problem  ist, dass ich schwimme und schwimme und schwimme und irgendwann denke ich mir, dass ich ja mal ein bissel Druck machen könnte. Das mache ich dann auch… auf den letzten Metern. Das hat zwar den Vorteil das ich immer recht entspannt aus dem Wasser komme, aber das ist ja nicht Sinn der Sache. Das muss ich auf jeden Fall noch “üben”… aber ob da noch Hoffnung besteht?

Rad:

Hier kann ich kurz und knapp berichten: Es lief prima! Die Strecke ist wellig und sehr windanfällig – so wie ich es mag. Bis zur ersten Wende fliegt man förmlich über die Strecke. Und dann heißt es nur noch drücken bis zum zweiten Wendepunkt. Und das Ganze dann noch einmal. Ich fühlte mich wohl auf meinem Rad und hatte Spaß… und konnte meine schlechte “Schwimmperformance” wieder weg machen: Schnellster Radsplit ;0)

Laufen:

Nachdem ich als zweite vom Rad gestiegen bin war ich gespannt wie lange es dauern würde bis mich die dritte einholt. Von Stephan wußte ich, dass es fünf Minuten waren, die ich sowohl nach vorne als auch nach hinten hatte. Das kein Herankommen an die Führende möglich ist war klar, aber was würde hinter mir passieren? Ich wußte das einige gute Läuferinnen mit dabei waren.

Ich weiß nicht ob mich das Preisgeld beflügelt hat, auf jeden Fall konnte ich die 20KM in einem konstanten Tempo durchlaufen und habe mich die ganze Zeit sehr gut gefühlt. Ich war nicht “Anschlag”, denn durch die Wendepunktstrecke konnte man sehen, ob man noch einen guten Abstand hatte. Somit lief ich mein Tempo kontrolliert durch und konnte als 2. Frau die Ziellinie überqueren. Hei, was habe ich mich gefreut! :0) Nicht nur über das Preisgeld, sondern einfach auch über meine erbrachte Leistung. Mir ging es während des gesamten Wettkampfes sehr gut und ich hatte Spaß.

Am Abend waren wir noch mit Marcel (der übrigens ebenfalls einen sehr guten zweiten Platz gemacht hat!) und seiner Verlobten ;0) und weiteren Freunden essen und haben einen Teil des Preisgeldes auf den Kopf gehauen.

Ich kann euch den Wettkampf nur empfehlen: Er wird vom Müritz-Sportclub Waren Bestens organisiert… und falls man seinen Neo in der Wechselzone liegen läßt schicken sie dir den auch ohne Wenn und Aber nach Hause. Danke noch einmal dafür!

Nun sind es noch drei Wochen bis zum Köln-Triathlon. Am kommenden Wochenende wird noch einmal ordentlich trainiert und dann heißt es ausruhen, das Training “ankommen” lassen und vor allem gesund bleiben. Ich freue mich schon sehr und bin auf das ganze Drum und Dran gespannt. Das wird meine zweite Langdistanz ohne dem  ”M-DOT” (Roth ausgenommen).

Bis bald,

Eure Anja

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Mit der Siegerin – Sonnenbrand? Ich!? Ach Quatsch!

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Wenn ich keine Ohren hätte würde ich im Kreis lachen ;0)

Neuruppiner Triathlon

Nach langer Abstinenz bzw. Nicht-schreiben auf meiner Seite gibt es heute mal wieder einen kleinen Eintrag.

Kurz zu den letzten Wochen: Nach Lanzarote war ich erst einmal krank, aber so richtig. Nicht nur körperlich war ich ausgesaugt, auch mental war ich sehr müde. Ich hatte noch nie einen IRONMAN bestritten, der mich körperlich und mental so ausgepowert hat wie Lanzarote. Aber nun, mit einigen Wochen Abstand, bin ich doch zufrieden mit meiner Leistung. Und das wichtigste war, dass ich gekämpft und nicht aufgegeben habe. Und natürlich: Es war der erste gemeinsamme IRONMAN mit Stephan :o)

Heute fand in Neuruppin ein Triathlon über die olympische Distanz statt. Die Veranstalter sind die gleichen wie vom Ruppiner Duathlon und da ich den so mag, musste ich nicht lange überlegen als Stephan meinte “Komm, da fahren wir auch mal hin und machen mit!”.
Da es in den letzten Tagen schon sehr warm war fand das Schwimmen ohne Neopren statt. Für viele ein Grund zum verzweifeln, ich fand es super. Nach der typischen Waschmaschine zu Beginn des Rennens habe ich schnell meinen Rythmus gefunden. Ohne Neo schwimme ich einfach viel “freier” und entspannter. Nach 27′ waren die 1,5KM (viele meinten allerdings, dass es doch eher ein paar Meter mehr waren) absolviert.
Dann ging es auf das Rad. Ich wußte überhaubt nicht, was ich zur Zeit drauf habe. Aber es lief gut, richtig gut! Und es hat Spaß gemacht! Und das war mir für heute das Wichtigste: Spaß haben!

Okey, bei KM 8 beim Laufen war es nicht mehr ganz so spaßig, dafür sehr heiß. Aber das ist ja das Gute an einer Kurzdistanz: Es sind nur 10 KM und die gingen dann auch recht zügig vorbei. Und im Ziel war ich dann die Erste. Cool, und das auf einer Kurzdistanz ;o)

Das hat mich natürlich gefreut, zumahl ich damit überhaubt nicht gerechnet habe. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung mit gewohnt liebevoller Organisation, netten Leuten und für mich nicht ganz unwichtig: Ich habe mich gut (sehr gut auf dem Rad) gefühlt und hatte Freude an dem Rennen und das ist mir ehrlich gesagt wichtiger als der Sieg gewesen. Vielleicht war es für mich ein Motivationskick um wieder in ein richtiges Training für den zweiten Saisonhöhepunkt zu finden: Am 5. September starte ich beim Cologne 226. Aber bis dahin ist noch ein bissel Zeit und mal sehen wie es in den nächsten Tagen und Wochen so läuft. Ich werde berichten.

Sonnige Grüße,
Eure Anja

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IRONMAN Lanzarote 2010 – Rennbericht

Nun ist der IM schon wieder drei Tage her. Gerade sitzen wir am Flughafen in Köln und warten auf unseren Anschlußflug nach Berlin.

Zum Rennen gehen mir so viele Gedanken durch den Kopf, dass wird mich noch eine Weile beschäftigen. Ganz klar: Es ist das härteste Rennen was ich bisher gemacht habe. Ich kann nicht sagen, dass ich mit meiner Zeit zufrieden bin, da hatte ich mir ein wenig mehr erwartet, aber die Zeit rückt immer mehr in den Hintergrund, nachdem das Rennen so langsam analysiert und auseinandergenommen wurde. Aber der Reihe nach.

Schwimmen:

Hier war es so wie immer: Der Startschuß fiehl und Anja ordnete sich sofort nach rechts. Wichtig hierbei ist es zu erwähnen, dass man an der erste Boje nach links schwimmen mußte, d.h. ich habe mich sofort dem Getümmel entzogen und bin schön weit nach außen. Da der Startbereich sehr schmal ist breitete sich das Feld natürlich schnell nach rechts aus und ich kam immer weiter von der Ideallinie weg. Da verliere ich immer sehr viel Zeit, aber da bin ich einfach zu feige und so schwimme ich immer bedeutend mehr (da ich natürlich auch einen großen Bogen um die restlichen Bojen mache) als eigentlich nötig. Ich glaube auch nicht, dass sich das noch einmal bei mir ändern wird. Nach 1:06h waren die 3,8 KM (bei mir ungefähr 4,2KM) fertig. Ich nicht, zum Glück ;o) Das Schwimmen fällt mir nicht schwer und ich bin immer recht entspannt wenn ich aus dem Wasser komme. Ob das nun so gut ist sei mal dahin gestellt.

Der Wechsel klappte ohne Probleme, allerdings war das die bisher längste Wechselzone die ich kannte.

Dann kam das Rad fahren.

Nachdem ich meine Laufradzusammenstellung noch einmal geändert hatte und ich nun mit einem ganz normalen Vorderrad (anstelle meines ZIpp 404) unterwegs war freute ich mich auch wieder auf die zweite Disziplin. Gleich nach dem ersten Wendepunkt überholte ich zwei Mädels aus meiner AK, die aber sogleich wieder an mir vorbeifuhren, nachdem sie gesehen haben, dass ich eine von “ihnen” war. Ich hatte die Worte von Jürgen im Ohr und blieb ruhig und fuhr erst einmal in einem recht lockeren Tempo weiter. Ich sollte erst ab KM 120 Gas geben. Auf der kleinen Runde in El Golfo fuhr Stephan an mir vorbei. Das war schön, wir haben kurz gesprochen wie es uns ging und dann war er auch schon wieder weg. Es ist schon toll zu wissen, dass sein Freund dabei ist :o)

Ja, und so ist die Zeit vergangen. Ich hatte immer das Gefühl, ich kann noch schneller, aber genau so sollte ich fahren. Und dann kam der Mirador del Rio: Der Berg bzw. die Strasse, warum ich unbedingt einmal  den IM Lanzarote mitmachen wollte. Diesen Hintergrund sieht man in JEDEM Bericht über den IM und nun war ich da! Ich habe mich so unfassbar doll gefreut :o) Nach der Abfahrt sollte es dann los gehen, denn dann kam ein Stück, an dem der Wind immer von vorn kommt (wo eigentlich nicht?) und es “seicht” hoch geht. Also ein schönes “Drückerstück”. Ich fühlte mich auch tatsächlich noch richtig gut  und konnte viele Leute überholen, allerdings habe ich die zwei Mädels meiner AK nicht mehr gesehen. So sollte es auch bis zum Schluß bleiben.

Das letzte Stück der Radstrecke führte parallel zum ersten Teil des Marathons, dass waren gute zwei Kilometer. Als ich auf die Strasse einbog habe ich auch gleich die erste aus meiner AK gesehen und da war mir klar, dass die Hawaii Quali unerreichbar ist. Es wäre zwar schön gewesen, aber es hat mich auch nicht aus der “Bahn” geworfen. Nun ging es darum, mein Rennen zu Ende zu bringen und vielleicht noch eine AK Platzierung zu schaffen.

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Ob das 10m zu meinem Hinterrad sind?

Nachdem ich den zweiten Wechsel total verhauen habe (Einzelheiten dazu erspare ich euch, dass ist einfach zu peinlich) ging es dann zum Laufen. Der Marathon war aufgeteilt in drei Runden. Die erste war knappe 19 Kilometer und dann noch zwei Runden mit guten 11 Kilometern. Bis zur Hälfte der zweiten Runde habe ich mich auch noch richtig gut gefühlt, allerdings ist mir da bereits aufgefallen, dass ich meine ganzen Gels noch in der Hand und nicht im Magen hatte :o( Es gab nur an zwei Stellen Gels und daher habe ich mir sicherheitshalber welche in meinen Wechselbeutel gepackt. Allerdings hätte ich sie mal lieber essen sollen anstatt sie durch die Gegend zu schleppen ;o) Bis dahin hatte ich zwar schon zwei Gels genommen, aber auch nicht wirklich mehr und aufgrund der Hitze habe ich mir auch meistens Wasser reichen lassen und kein Energy Drink. Vielleicht lag es daran, auf jeden Fall ging es ab Kilometer 27 rapide bergab. Ich hatte keine Muskelschmerzen, aber ich konnte einfach nicht mehr mein Tempo halten!

Irgendwann ging es dann darum, den Marathon wenigstens noch in 4h zu schaffen. Und DAS hat mich dann aus der “Bahn” geworfen! Ich habe mich so schlecht gefühlt! Da trainiere ich so viel um dann so einen Marathon zu laufen :o( Als ich dann allerdings gesehen habe, wie viele Athleten gegangen sind dachte ich mir, hey, du kannst wenigstens noch rennen (okey, rennen ist übertrieben, aber wenigstens nicht gehen)! Meine Schultern haben gebrannt und ich wollte einfach nur noch, dass es ein Ende hat.

Und so bin ich dann nach 11:30h richtig foxi ins Ziel gelaufen. Ich war so froh das ich es geschafft habe! Das war mein achter Ironman und ich habe alle gefinisht und darauf bin ich stolz. Ich hatte mir schon etwas mehr erhofft, vor allem beim Marathon, aber es ging einfach an diesem Tag nicht mehr. Ich wurde übrigens fünfte in meiner AK und 20. Frau insgesamt. Und das ist ja auch gar nicht einmal so schlecht ;o) Und hey, ich habe es an die Startlinie geschafft und mich nicht vorher über den Haufen fahren lassen!

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Das tat so weh!

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Fix und Foxi im Ziel

Auf jeden Fall hat die Reise sehr viel Spaß gemacht: Alex (du bist der Größte!), Ramona (danke für deine tolle Unterstützung an der Strecke!), Uli (sooo schnell und soo nett!) und natürlich Stephan (dbfdw!) haben die Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

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Der erste gemeinsame Ironman

Nun werde ich mich erst einmal richtig erholen, Freunde treffen, längst fällige Erlebnis Gutscheine einlösen und natürlich ein wenig sporteln, aber wirklich nur ein wenig. Neue Ziele sind bereits gesteckt und dafür brauche ich wieder volle Energie. Außerdem sieht das Display meiner Uhr ohne einen Countdown total langweilig aus ;o) Dazu später mehr.

Bis dahin,

Eure Anja

Der Countdown läuft – Morgen!

Die Zeit schreitet mit großen Schritten voran, in nicht einmal 24 Stunden ist Start des Ironman Lanzarote!

Die letzten Tage bestanden daraus meine Haut an die Sonne zu gewöhnen, zu schlafen, noch ein wenig zu trainieren, Freunde treffen und die Insel zu erkunden.

Gestern standen drei Punkte auf der Tagesordnung:

1. Mit Alex die Radrunde abzufahren (mit dem Auto natürlich).

2.  Die Startunterlagen im Club La Santa zu holen.

3. Nudeln zu essen.

Die Radrunde… dazu kann ich nicht viel sagen. Außer, dass es das härteste ist was ich je gesehen habe, geschweige denn  je gefahren bin. Und dazu der Wind. Das gute ist, dass ich nun entspannt bin, denn es ist echt piep egal, ob du hier 1:05h oder 1:15h schwimmst. Und auch die ersten 120KM auf dem Rad werden im “Trainingsmodus” gefahren.

Dem Thema Ernährung während des Wettkampfes kommt auch noch mal eine ganz andere Bedeutung zu. Leider gibt es auf der Radrunde keine Gels und beim laufen auch nur an einer Station. Aber da müssen alle durch und ich bin jetzt schon gespannt, was man für neue Erfindungen beim einchecken der Räder sieht, wo die Athleten ihre Gels und Riegel verstauen ;o)

Seit Mittwoch habe ich auch ein normales Vorderrad (danke Alex!) und damit komme ich viel besser zurecht.

Mittlerweile freue ich mich auf das Rennen :o) Ironman ist eh schon eine anstrengende Angelegenheit, aber das Rennen wird alles toppen was ich bisher gemacht habe (auch Hawaii kommt hier in meinen Augen nicht ran). Ich weiß das ich gut trainiert habe (auch noch einmal ein ganz großes Danke an Jürgen!) und hoffe, dass mich die vielen Einheiten, die ich im Schnee und Eis absolviert habe hier stärker machen und mir Kraft geben werden.

Und bei all den lieben Worten und Wünschen der vergangen Tage kann es ja gar nicht schief gehen :o)

Also, ab morgen 8:00 eurer Zeit heißt es Daumen drücken! Ich melde mich, sobald ich dazu wieder fähig bin!

Liebe Grüße,

Eure Anja


Lanzarote – angekommen und erstes Training

Gestern sind wir nach einer problemlosen Reise auf Lanzarote angekommen. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie schnell es geht: Zu Hause Frühstück gegessen, bei Regen und kalten Temperaturen und am Abend am Meer im T-Shirt gab es Abendbrot. Schon cool.

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Nachdem wir den Vormittag “abgehangen” haben, ging es am Mittag mit dem Training los. Auf dem Plan stand 2,5h Rad plus 30 min laufen.

Was soll ich sagen: Ich wußte das es windig wird, dass es sehr windig wird, aber das es SO windig wird (bis zu 55 KmH!)!? Ich saß auf meinem Rad und hatte einfach nur Angst, nicht nur am Anfang, sondern die GANZE Zeit! Ich habe mich nicht getraut mein Lenker los zu lassen, geschweige denn in Aero Position zu fahren. Weitere Probleme die sich daraus ergeben: Nichts getrunken (SEHR schlecht bei 30 Grad) und total angespannt auf meinem Rad gesessen :o(

Und dabei ist die Radstrecke echt toll, zumindest der erste Teil den wir gefahren sind war wunderschön. Das könnte genau mein Ding sein, aber aufgrund meiner technischen Defizite auf dem Rad kann das ganz schön nach hinten los gehen. Stephan hat mir dann sein Vorderrad gegeben (Zipp 303, ich habe 404), aber das hat nichts gebracht. Nun hoffe ich, dass Alex mir noch ein normales VR mitbringt.

Für meinen Kopf war die Aktion alles andere als gut, aber andererseits muss ja jede(r) da durch. Der anschließende Lauf war ok, aber die “Wellen” (ich würde ja schon von Bergen sprechen ;O) sind auch nicht zu unterschätzen. Und wenn dann der Wind von vorn kommt…ui, ui, ui.

Fest steht, dass es am Samstag ein ganz großes “Aua” geben wird. Gerade kann ich nicht sagen, dass ich mich auf das Rennen freue, aber vielleicht wird es ja ein wenig besser. Es soll wärmer werden und somit soll der Wind ein wenig nachlassen.

Morgen geht es das erste mal ins Meer Neo schwimmen. Und dann ist “Pooling” angesagt :o)

Sonnige Grüße!

Eure Anja

Ich bin zwar nicht qualifiziert, fliege aber trotzdem nach Hawaii!!!

Ich sage nur: Aloha!

Was ist passiert? Um es kurz zu machen: Mein Freund hat Lotto gespielt. Nicht das Lotto mit dem Geld, sondern er hat an der IRONMAN Lottery teilgenommen. Viele werden sich jetzt fragen “Was ist das denn?!?”. Jedes Jahr verlost die WTC für alle Nicht-Amerikaner 25! Startplätze für den IRONMAN Hawaii. Und Stephan ist einer von den 25! Das ist der absolute Hammer und ich freue mich so wahnsinnig doll für ihn!

Jetzt kann Stephan Lanzarote recht entspannt angehen, da er nun “nur” noch in diesem Jahr einen IRONMAN ” ins Ziel bringen” muss. Und wer weiß… mit ein wenig Glück… und einem perfekten Tag… vielleicht reicht es ja noch einmal bei mir =0. Das wäre natürlich ein Traum, aber ganz ehrlich: Hauptsache Stephan ist dabei und erlebt seinen Traum “IRONMAN Hawaii”! Und als Maskottchen bin ich ja so oder so dabei… und einer muss ja schließlich shoppen gehen =0.

Bis bald!

Anja

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