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ICAN Triathlon Mallorca – Meine zehnte Langdistanz!

Das war sie nun, meine 10 Langdistanz. Und mein 10. Finish! Ich bin stolz darauf, dass ich alle Rennen nach Hause bringen konnte, auch wenn es nicht immer leicht war. Wie auch bei diesem Rennen, aber dazu gleich mehr.

Meine erste Langdistanz war die Challenge in Roth 2005, die ich  in 11:23h gefinisht habe (noch mit umziehen usw. ;)).

2006 folgte mein erster IRONMAN in Österreich, bei dem ich mich für die IRONMAN World Championships auf Hawaii qualifizieren konnte.

2007 startete ich wieder beim IM am wunderschönen Wörthersee und bei der Bodensee Tri-Challenge (die es leider nicht mehr gibt).

2008 folgte der Start beim IM Germany in Frankfurt, bei dem ich mich wieder für Hawaii qualifizieren konnte.

2009 musste ich leider auslassen: Geplant war ein Start in Roth, aber ein Unfall mit Schlüsselbeinbruch zwei Wochen vorher kam dazwischen. Eine sehr bittere Efahrung, aber auch da muss man durch.

2010 habe ich dann dafür einen Traum von mir erfüllt: Ein Start beim IM Lanzarote. Das Rennen war alles andere als traumhaft und mein bis dahin härtester Kampf überhaupt, aber auch dieses Rennen habe ich zu Ende bringen können, auch wenn ich es sehr lange nicht geglaubt habe.

Und in diesem Jahr folgte dann wieder der IM Österreich (der dritte Start kam zustande, weil es Stephan’s Wunsch war dort zu starten, der dann leider verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte). Für mich war dieses Rennen MEIN Rennen! Und ich konnte meinen Traum die 10h Marke zu knacken erreichen: Am Ende des Tages stand eine 9:38h auf der Uhr :)

Eigentlich der perfekte Zeitpunkt um erst einmal ein wenig Pause von der Langdistanz zu machen, aber für mich stand schon lange fest, dass ich erst ein Päuschen einlegen werde wenn ich 10 Stück “in der Tasche” habe. Und somit musste noch ein Rennen her. Eigentlich wäre Hawaii perfekt gewesen (qualifiziert hatte ich mich wieder), aber wir haben uns dagegen entschieden.

Da ich im April die Mittelstrecke beim ICAN Triathlon in Marbella  gewonnen habe wurde ich vom Veranstalter für die Langdistanzpremiere auf Mallorca eingeladen. Da mussten wir nicht lange überlegen und haben einfach den Ali’i Drive gegen den Ballermann getauscht :) Und so kam es zu meinem 10. Langdistanzrennen.

Bevor ich dazu komme möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich alle Wettkämpfe auf ein und demselben Rad (meinem ersten Zeitfahrrad) gemacht habe! Das war mein bester Kauf und daher noch einmal ein FETTES DANKESCHÖN an Markus und Ingo (damals noch vom Ausdauertempel)! Ihr habt mich damals super beraten! Und mein Radsplit war nicht unwesentlich an meinen Zeiten beteiligt ;)

Ich habe schon im Vorfeld gemerkt, dass ich nicht mehr “bereit” war für ein Rennen, dass über so eine lange Zeit geht. Ich war ausgebrannt und müde. Aber wie schon erwähnt konnte Stephan in Klagenfurt nicht starten und somit habe ich mich die letzten Wochen durch das Training “gekämpft”. Dazu kamen noch gesundheitliche Probleme die einen zweite 100%ige Vorbereitung nicht zuließen. Ich hatte 110% von Januar bis Juli gegeben und das habe ich in den letzten Wochen gespürt. Trozdem habe ich mich auf den Wettkampf gefreut, schließlich sollte es die 10. werden, ich war wieder einmal mit Stephan am Start, Uli startete ebenfalls und Katja und Laetitia waren auch dabei.

Also Bedenken hin oder her, ich war nicht so zuversichtlich und “wild” auf das Rennen wie vor Klagenfurt, andererseits die Ruhe selbst, da ich wußte, dass ich MEIN Rennen schon hatte. Und das war auch mal gut: Keine Aufregung oder innere Anspannung zu spüren ;) Daher auch die Entscheidung gegen den Zeitfahrhelm.

Der Tag läßt sich somt auch relativ unspektakulär zusammenfassen:

Schwimmen war super. Aufgrund der heißen Temperaturen wurde der Neo nicht erlaubt und dennoch bin ich locker und ohne Probleme nach 1:04h mit dem ersten Teil fertig gewesen. Auf dem Rad bin ich schon mit “Druck” gefahren, aber eben auch nicht mehr. Ich habe mich die ganze Zeit sehr gut gefühlt, habe mir das drum herum angeschaut, immer nach Stephan und Uli Ausschau gehalten und mich gefreut. Die Strecke war traumhaft! Mit 1500 HM nicht flach, aber sehr kurzweilig. Nach 5:29h war auch das erledigt.

Das der Marathon bei den Temperaturen nicht einfach wurde war klar. Ich bin los und bis KM 15 war auch noch alles ok. Dann fing der Kampf an, der Kampf gegen mich selbst. Ich war soooo müde! Ich habe es dennoch geschafft die ganze Zeit zu laufen. Als ich Stephan das dritte Mal sah habe ich kurz gefragt ob er unter 10h bleiben kann und als er nickte dachte ich mir nur noch “das ist das Wichtigste, und du bringst das Ding jetzt nach Hause und dann ist Ruhe”. Und so war es dann auch: Nach 3:45h war der Marathon geschafft und ich glücklich, aber mental total leer. Zusätzlich konnte ich mich noch über den 3. Gesamt Platz freuen.

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Glücklich und "ausgebrannt" zugleich :)

Das Schönste war, dass Stephan mich mit einem breiten Grinsen im Ziel empfangen hat. Endlich hatte auch er SEIN Rennen und konnte mit einer neuen Bestzeit finishen: 9:49h! Und das bei der Vorgeschichte mit seinem Schienbein und damit einhergehend 8,5 Wochen Laufpause! SUPER, PRIMA, TOLL! :)

Auch Uli hat ein Bilderbuch Rennen hingelegt: 8:40h und 3. Gesamt! Und die Premie für den schnellsten Marathon konnte er sich auch noch abholen! Noch einmal:GLÜCKWUNSCH!

Ich werde nun das machen was ich mir die “letzen” 25 KM beim Marathon gewünscht habe: Ruhe, Ruhe, Ruhe. Saisonpause ist eingeläutet. Training ohne Plan, nur nach Lust und Laune und gaaanz viel schlafen :)

Jetzt aber: Abhängen! ;)

Jetzt aber: Abhängen!

Bis bald!

Eure Anja

Und schon wieder heißt es “Nur noch ein paar Tage…”

Noch eine gute Woche und dann ist es wieder so weit: Schwimmen, radeln, laufen und das mal wieder alles hintereinander und zwar ziemlich lange.

Da meine Vorbereitung für den ICAN Mallorca diesmal nicht ganz so optimal lief wie vor Klagenfurt bin ich irgendwie total gelassen, vielleicht ein wenig zu gelassen, denn DIE innere Spannung ist (noch) nicht da. Meine Rückenprobleme habe ich leider immer noch nicht in den Griff bekommen, obwohl ich mich 1x/ Woche habe behandeln lassen. Dazu kam noch ein anderes Problem, was mich nicht mein Radtraining vernünftig durchziehen ließ. Zwar ist die zweite Disziplin meine Stärke, aber einfach so kann ich leider auch keine 180 KM  gut in Aero Position fahren. Aber mal sehen, ein paar Tage sind es ja noch und im WK ist bekanntermaßen immer alles anders. Positiv denken! Und wer weiß für was die derzeitige Gelassenheit gut ist. Ich persönlich hatte meinen perfekten Tag in Klagenfurt und alles weitere ist nur noch ein obendrauf, dass “i”-Tüpfelchen quasi :)Ich werde natürlich wieder versuchen mein Bestes zu geben was an dem Tag möglich ist und was dabei herum kommt werden wir sehen :)

Für mich wird es meine 10. Langdistanz sein und danach ist erst einmal Schluß mit den “langen Schinken”. Mein Körper schreit förmlich nach Ruhe und die wird er dann erst einmal bekommen. Nicht nur das es mein 10. Langer sein wird, sondern endlich auch mal wieder ein Rennen mit Stephan zusammen. Ich hoffe sehr, dass Stephan auf Mallorca seinen perfekten Tag hat und einen guten WK macht mit dem er zufrieden ist. Er konnte die letzten Wochen gut trainieren und auch wieder laufen, auch wenn nicht wirklich lange Läufe dabei waren. Aber auf dem Rad wird er allen davon fahren. Uli, pass auf! ;)

Schwimmen wird ohne Neo sein, da es in den letzten Wochen sehr heiß war. Darauf freue ich mich… nicht auf das Schwimmen ohne Neo, dass ist mir eigentlich egal… sondern auf die Sommertage die wir (noch einmal) haben werden. Derzeit sind es um die 30 Grad. Für den WK sicher zu warm, aber der ist ja nur ein Tag ;)

Nun heißt es gesund bleiben und an die Startlinie kommen. Ich freue mich auf auf sonnige Tage mit Stephan und Familie Konschak!

Bis bald!

Eure Anja

Das kann ich gerade besonders gut: Abhängen und faul sein :)

Das kann ich derzeit besonders gut: Abhängen und faul sein :)

IRONMAN Austria 2011

Das Rennen ist nun drei Tage her und ich möchte gerne ein paar Zeilen zu diesen für mich wirklich sehr schönen Tag schreiben. Allerdings… ich weiß gar nicht so recht was ich groß schreiben soll, denn ich kann es recht kurz und knapp zusammen fassen: Ich hatte einen perfekten Tag, mit guten Armen und Beinen, einen starken Kopf, ein perfektes  Supporter Team um mich herum und auch die nötige Portion Glück, die bei so einem Rennen dazu gehört.

Ich konnte mir das komplette “Wunsch-Paket” abholen: Finishen (bei der Distanz immer noch keine Selbstverständlichkeit), eine Zeit unter 10 Stunden und eine Altersklassen Platzierung. Obendrauf kam noch die Qualifikation für Hawaii.

Die Anfahrt nach Klagenfurt am Mittwoch vor dem Rennen verlief ohne Probleme und vor Ort warteten auf Stephan, Thorsten und mich schon meine Eltern. Sie sind schon einige Tage vorher mit dem Wohnmobil los gefahren um ein schönes Plätzchen auf dem nahe gelegenen Campingplatz zu sichern. Die Tage bis zum Rennen bestanden aus ein wenig Training, Startunterlagen abholen, viele Freunde und Bekannte treffen, letzten Tipps und Gespräche vom Trainer abholen und natürlich essen und ausruhen.

Und dann war es auch schon Sonntag: Raceday, und ich habe es gesund und munter an die Startlinie geschafft, yeah! ;) Das war schon mal die halbe Miete.

Schwimmen

Nachdem ich im Kopf wirklich noch einige Blockaden wegen Marbella habe, ordnete ich mich wieder recht weit hinten und so weit es geht am Rand ein. Nach dem üblichen Gerangel am Anfang, das ich jedoch ganz gut hinbekommen habe (ich bin sehr schnell an den Rand geschwommen), konnte ich nach ca. 400m richtig mit dem schwimmen beginnen. Ich habe schnell bemerkt, dass ich auf meiner “Außen-Bahn” viele überholt habe.

Schwimmstart

Die letzten 900m waren im Lendkanal zurückzulegen, aber auch hier konnte ich recht gut durchschwimmen, obwohl es recht voll in diesem sehr schmalen Stück war. Toll war, dass mein Vater, der als Zuschauer am Rand gesessen hat, mich erkannt hat und ich ihn auch sofort sehen konnte! Kurz gewunken und mit einem Lächeln im Gesicht ging es weiter. Kurz vor dem Ausstieg schmerzte ganz kurz, doch recht heftig etwas an mein er rechten Hand. Was bzw. wie doll es war sollte ich allerdings erst auf dem Rad sehen.

1. Wechsel

Zur Wechselzone musste man einen ganz schönen “Walk” von ca. 400m zurücklegen. Dann die gewohnte Routine: Neo aus, Helm, Brille, Rad Schuhe und Startnummer aus den Wechselbeutel kippen, Neo rein, Helm und Brille auf, Starnummer um und mit den Schuhen in der Hand zum Rad, noch einmal gute 200m rennen. Nach 01:06h (Schwimmzeit 01:02h) saß ich auf meinem Rad.

Rad

Nachdem ich noch Stephan gesehen habe ging es auf die erste von zwei Rad Runden. Die Runden sind wunderschön und machen sicher eines der Highlights dieses IRONMAN’s aus: Die ersten Kilometer entlang des Wörthersee’s, danach vorbei an Seen und durch eine traumhaft schöne Landschaft. Eine Runde besteht aus 800 HM, die u. a. durch den Rupertiberg zusammenkommen.

Gleich am Anfang habe ich dann bemerkt, was das Ergebnis des stechenden kurzen Schmerzes beim Schwimmen war: Ich hatte einen recht großen Cut an meinem Ring- und Mittelfinger!  Und das blutete! Nachdem ich das mitbekommen habe realisierte ich erst einmal wie ich ausgesehen habe: Blut an meinen Beinen, Oberarmen, Rad Schuhen, vom Lenker ganz zu schweigen. Das ist natürlich auch sofort einem Race-Marshall aufgefallen. Die schauen nicht nur das sauber gefahren wird, sondern sortieren Athleten, die scheinbar Probleme haben, auch aus. Er zeigte auf mich und meinen Helm (klar, ich muss schon in der Wechselzone geblutet haben und dementsprechend hatte ich auch Blut am Helm) und wollte wissen was los ist. Ich habe ihm gesagt, dass es “nur” ein kleiner Schnitt  ist und ob er mir bitte ein Taschentuch geben könnte. Zum Glück gab er sich damit zufrieden und reichte mir ein Tuch, dass ich straff um meine Finger wickelte um die Blutung zu stoppen, denn ganz geheuer war mir das auch nicht.

Roadrunner in the slaughterhouse

Aber es hatte zum Glück geholfen und es hörte auf zu bluten. Allerdings konnte ich nicht richtig mit der rechten Hand an die Bremsen greifen, aber das hatte ich ja eh nicht so oft vor ;)

In der ersten Runde war es mir persönlich noch viel zu kalt und ich brauchte eine Weile um warm zu werden. Dennoch konnte ich von Beginn an mit Druck fahren und so waren nach 2:30h die ersten 90 KM geschafft.

Beep Beep !

Am Wendepunkt habe ich meine Lieben gesehen und das gab Kraft für die zweite Runde :) Da war es allerdings recht voll auf den ersten Kilometern, so dass ich nicht erneut meinen Rhythmus aufnehmen konnte, denn ich musste immer wieder bremsen um nicht zu dicht auf die anderen Athleten aufzufahren. Das war so ein großes Paket und ich wollte auf keinen Fall eine Zeitstrafe kassieren! Am ersten größeren Anstieg war dieses Problem allerdings zum Glück gelöst. Überraschenderweise standen am ersten Berg Stephan und Max, was mich so gefreut hat! :)

Nach weiteren 2:35h war der Radpart absolviert und somit war ich noch gut dabei um unter 10h zu bleiben.

2. Wechsel

Rad “zu Hause” abstellen, den Laufbeutel schnappen und ab ins Wechselzelt. Helm runter, Laufschuhe an (meine geliebten Saucony Kinvara – die beste Entscheidung überhaupt!), Startnummer nach vorn, Garmin schnappen und los ging der Marathon.

Laufen

Hier lief es, bis auf einen kurzen Moment, einfach nur prima. Nach den ersten vier Kilometern hatte ich meinen Rhythmus gefunden. Ich hatte ständig einen Blick auf meinen Puls und “horchte” auf meine Beine. Die fühlten sich super an!

Leider ging gleich zu Beginn meine Garmin aus, was ich nicht sofort bemerkte und somit wußte ich nicht, wie lange ich ohne ‘Zeit stoppen’ gelaufen bin. Ich habe dann einfach mit 10 min gerechnet.

Nach Ende der ersten Runde bekam ich kurz Probleme in Form von – einer Art -  Seitenstechen. Diese waren mir aber aus dem Training bekannt  und ich wußte was zu tun war: Gehen und tief atmen. Die Schmerzen sind so heftig, dass ich es leider nicht durch langsameres Laufen weg bekomme. Das gab natürlich einen kurzen Schrecken, denn ich wußte nicht wie lange ich damit zu tun haben werde. Aber zum Glück hatte ich das Problem nach ca. 3 min im Griff und konnte weiter laufen. Und ich lief und lief und das fühlte sich einfach nur gut an! Naja, ich will mal nicht übertreiben, aber so gut wie bei diesem IM Marathon habe ich mich wirklich noch nie gefühlt. Ich hatte wirklich das Gefühl zu laufen und nicht vor mich hin zu “arbeiten”.

Ab KM 32 wurde es natürlich schwerer, aber das ist normal. Stephan meinte dann kurz zu mir, nur noch unsere Bäcker Runde und das hat geholfen :)

Finishline

Und dann war es so weit: Die Finishline kam immer näher. Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass selbst mit meinen 10 min die ich immer rauf gerechnet habe, ich einen Marathon um die 3:30h gelaufen sein musste. Das bedeutete eine Endzeit unter 10h. Als ich dann die Uhr im Blick hatte konnte ich nicht fassen was ich sah: 09:38h! Es kam kurz der Gedanke, ob das wirklich meine Zeit sein kann. Aber klar, der Start ist für alle gleich. Ich war so unfassbar glücklich dass ich die letzten Meter nur noch gegangen bin und die Stimmung genossen habe :) Im Ziel stand dann auch gleich Stephan, der mich mit Tränen in den Augen in die Arme genommen hat. Wir haben es beide zusammen geschafft!

Und da bin ich auch schon an der Stelle, wo ich mich bedanken möchte bei den Menschen, die mich die ganzen Monate und Wochen zuvor unterstützt haben, um diese Leistung zu bringen:

Als erstes ist es natürlich Stephan. Aufgrund seiner Verletzung konnte er seit Wochen nicht mehr laufen und hat mich bei meinen langen Koppelläufen mit dem Rad unterstützt, meine Stimmungsschwankungen ertragen und mich immer wieder motiviert und mir versucht mehr Selbstvertrauen in meine Leistung zu geben. ICH LIEBE DICH! Dein Rennen wird auch noch kommen!

Mein Freund und ich

Dann kommen natürlich mein Trainer Uli und seine Frau Katja. Ohne eure Pläne, die mich oft zur totalen Erschöpfung gebracht haben, hätte sich das Rennen nicht so gut angefühlt. Ihr habt mehr in mir gesehen als ich selber. Danke für die vielen Telefonate, für das wunderschöne Trainingslager und für die “Schlüsseleinheiten” :)

Dann natürlich meine Eltern, die mich selten zu Gesicht bekommen haben. Und wenn ich da war, Verständnis dafür hatten, dass ich gleich nach dem Essen weg geschlafen bin :)

Das gleich gilt für meine/ unsere Freunde.

Und natürlich ein großes Dankeschön an Alle, die mich/ uns unterstützen!

Den Slot für die Weltmeisterschaft auf Hawaii habe ich nicht angenommen. Ich hatte das Glück, dass ich schon zwei mal dort starten und finishen konnte und letztes Jahr gemeinsam mit Stephan dort eine wunderschöne Zeit verbracht habe.

Nun ist es doch ein wenig mehr geworden was ich zu “Papier” gebracht habe ;) Aber es war ein wirklich besonderer Tag für mich und der muss erst einmal verarbeitet werden.

Die nächsten Tage werden wir noch am idyllischen Wörthersee verbringen, die Seele baumen lassen und einfach nur Urlaub machen.

Liebe Grüße,

Eure Anja

Nur noch ein paar Tage…

… dann ist es endlich so weit: Am kommenden Sonntag werde ich mit der Startnummer 203 den IRONMAN Austria in Angriff nehmen. Ich freue mich schon sehr darauf!

Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen. Arbeiten und Training bestimmten den Rhythmus. Ich muss zugeben, dass es mir zum Ende hin ganz schön schwer gefallen ist, vor allem der Kopf wollte nicht mehr so richtig.  Aber ich habe alles gut überstanden (auch Dank der tollen Unterstützung von Stephan!), bin weitestgehend gesund geblieben (ich sage nur Raupen) und jetzt heißt es: Füße hochlegen. Und diesmal fällt es mir gar nicht schwer meine Beine ruhig zu halten, da ich doch ganz schön ko war. Aber es ist ja alles freiwillig und macht Spaß ;)

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Am Mittwoch geht es los. Das Wetter verspricht gut zu werden, ich mag es ja lieber warm und sonnig als kühl und bedeckt. Meine Aufregung hält sich eigentlich in Grenzen und die Vorfreude auf das Rennen überwiegt. Ich weiß, dass ich meine “Hausaufgaben” gemacht habe und nun hoffe ich auf einen guten Tag. Denn nicht nur die Tages-Form, sondern auch noch ein Fünkchen Glück braucht man bei einem IRONMAN Rennen. So hoffe ich sehr, dass ich vom Platten-Teufel verschont bleibe, keine Probleme mit der Ernährung habe und ich einfach nur DEN perfekten Tag erwische :)

Sehr schade ist, dass ich nun ohne Stephan am Start stehen werde :( Aber leider ist seine Verletzung noch nicht ausgestanden, aber auf dem besten Weg dahin! :) Und das nächste Rennen bestreiten wir wieder gemeinsam, ganz sicher. Meine Eltern und viele Freunde sind ebenfalls vor Ort und das freut mich natürlich besonders doll und wird mir sicher auf den letzten Metern noch einmal einen zusätzlichen Motivationsschub geben. Mal sehen ob es mit der Wunschzeit was wird, aber nach wie vor ist das oberste Ziel: Gesund und munter finishen und so lange es geht mit Freude dabei sein. Mal sehen ob mir das gelingt. Auf jeden Fall werde ich mein Bestes geben was an dem Tag geht :) Was dabei “herausfällt”: Ich werde berichten!

Liebe Grüße,

Eure Anja

IRONMAN Lanzarote 2010 – Rennbericht

Nun ist der IM schon wieder drei Tage her. Gerade sitzen wir am Flughafen in Köln und warten auf unseren Anschlußflug nach Berlin.

Zum Rennen gehen mir so viele Gedanken durch den Kopf, dass wird mich noch eine Weile beschäftigen. Ganz klar: Es ist das härteste Rennen was ich bisher gemacht habe. Ich kann nicht sagen, dass ich mit meiner Zeit zufrieden bin, da hatte ich mir ein wenig mehr erwartet, aber die Zeit rückt immer mehr in den Hintergrund, nachdem das Rennen so langsam analysiert und auseinandergenommen wurde. Aber der Reihe nach.

Schwimmen:

Hier war es so wie immer: Der Startschuß fiehl und Anja ordnete sich sofort nach rechts. Wichtig hierbei ist es zu erwähnen, dass man an der erste Boje nach links schwimmen mußte, d.h. ich habe mich sofort dem Getümmel entzogen und bin schön weit nach außen. Da der Startbereich sehr schmal ist breitete sich das Feld natürlich schnell nach rechts aus und ich kam immer weiter von der Ideallinie weg. Da verliere ich immer sehr viel Zeit, aber da bin ich einfach zu feige und so schwimme ich immer bedeutend mehr (da ich natürlich auch einen großen Bogen um die restlichen Bojen mache) als eigentlich nötig. Ich glaube auch nicht, dass sich das noch einmal bei mir ändern wird. Nach 1:06h waren die 3,8 KM (bei mir ungefähr 4,2KM) fertig. Ich nicht, zum Glück ;o) Das Schwimmen fällt mir nicht schwer und ich bin immer recht entspannt wenn ich aus dem Wasser komme. Ob das nun so gut ist sei mal dahin gestellt.

Der Wechsel klappte ohne Probleme, allerdings war das die bisher längste Wechselzone die ich kannte.

Dann kam das Rad fahren.

Nachdem ich meine Laufradzusammenstellung noch einmal geändert hatte und ich nun mit einem ganz normalen Vorderrad (anstelle meines ZIpp 404) unterwegs war freute ich mich auch wieder auf die zweite Disziplin. Gleich nach dem ersten Wendepunkt überholte ich zwei Mädels aus meiner AK, die aber sogleich wieder an mir vorbeifuhren, nachdem sie gesehen haben, dass ich eine von “ihnen” war. Ich hatte die Worte von Jürgen im Ohr und blieb ruhig und fuhr erst einmal in einem recht lockeren Tempo weiter. Ich sollte erst ab KM 120 Gas geben. Auf der kleinen Runde in El Golfo fuhr Stephan an mir vorbei. Das war schön, wir haben kurz gesprochen wie es uns ging und dann war er auch schon wieder weg. Es ist schon toll zu wissen, dass sein Freund dabei ist :o)

Ja, und so ist die Zeit vergangen. Ich hatte immer das Gefühl, ich kann noch schneller, aber genau so sollte ich fahren. Und dann kam der Mirador del Rio: Der Berg bzw. die Strasse, warum ich unbedingt einmal  den IM Lanzarote mitmachen wollte. Diesen Hintergrund sieht man in JEDEM Bericht über den IM und nun war ich da! Ich habe mich so unfassbar doll gefreut :o) Nach der Abfahrt sollte es dann los gehen, denn dann kam ein Stück, an dem der Wind immer von vorn kommt (wo eigentlich nicht?) und es “seicht” hoch geht. Also ein schönes “Drückerstück”. Ich fühlte mich auch tatsächlich noch richtig gut  und konnte viele Leute überholen, allerdings habe ich die zwei Mädels meiner AK nicht mehr gesehen. So sollte es auch bis zum Schluß bleiben.

Das letzte Stück der Radstrecke führte parallel zum ersten Teil des Marathons, dass waren gute zwei Kilometer. Als ich auf die Strasse einbog habe ich auch gleich die erste aus meiner AK gesehen und da war mir klar, dass die Hawaii Quali unerreichbar ist. Es wäre zwar schön gewesen, aber es hat mich auch nicht aus der “Bahn” geworfen. Nun ging es darum, mein Rennen zu Ende zu bringen und vielleicht noch eine AK Platzierung zu schaffen.

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Ob das 10m zu meinem Hinterrad sind?

Nachdem ich den zweiten Wechsel total verhauen habe (Einzelheiten dazu erspare ich euch, dass ist einfach zu peinlich) ging es dann zum Laufen. Der Marathon war aufgeteilt in drei Runden. Die erste war knappe 19 Kilometer und dann noch zwei Runden mit guten 11 Kilometern. Bis zur Hälfte der zweiten Runde habe ich mich auch noch richtig gut gefühlt, allerdings ist mir da bereits aufgefallen, dass ich meine ganzen Gels noch in der Hand und nicht im Magen hatte :o( Es gab nur an zwei Stellen Gels und daher habe ich mir sicherheitshalber welche in meinen Wechselbeutel gepackt. Allerdings hätte ich sie mal lieber essen sollen anstatt sie durch die Gegend zu schleppen ;o) Bis dahin hatte ich zwar schon zwei Gels genommen, aber auch nicht wirklich mehr und aufgrund der Hitze habe ich mir auch meistens Wasser reichen lassen und kein Energy Drink. Vielleicht lag es daran, auf jeden Fall ging es ab Kilometer 27 rapide bergab. Ich hatte keine Muskelschmerzen, aber ich konnte einfach nicht mehr mein Tempo halten!

Irgendwann ging es dann darum, den Marathon wenigstens noch in 4h zu schaffen. Und DAS hat mich dann aus der “Bahn” geworfen! Ich habe mich so schlecht gefühlt! Da trainiere ich so viel um dann so einen Marathon zu laufen :o( Als ich dann allerdings gesehen habe, wie viele Athleten gegangen sind dachte ich mir, hey, du kannst wenigstens noch rennen (okey, rennen ist übertrieben, aber wenigstens nicht gehen)! Meine Schultern haben gebrannt und ich wollte einfach nur noch, dass es ein Ende hat.

Und so bin ich dann nach 11:30h richtig foxi ins Ziel gelaufen. Ich war so froh das ich es geschafft habe! Das war mein achter Ironman und ich habe alle gefinisht und darauf bin ich stolz. Ich hatte mir schon etwas mehr erhofft, vor allem beim Marathon, aber es ging einfach an diesem Tag nicht mehr. Ich wurde übrigens fünfte in meiner AK und 20. Frau insgesamt. Und das ist ja auch gar nicht einmal so schlecht ;o) Und hey, ich habe es an die Startlinie geschafft und mich nicht vorher über den Haufen fahren lassen!

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Das tat so weh!

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Fix und Foxi im Ziel

Auf jeden Fall hat die Reise sehr viel Spaß gemacht: Alex (du bist der Größte!), Ramona (danke für deine tolle Unterstützung an der Strecke!), Uli (sooo schnell und soo nett!) und natürlich Stephan (dbfdw!) haben die Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

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Der erste gemeinsame Ironman

Nun werde ich mich erst einmal richtig erholen, Freunde treffen, längst fällige Erlebnis Gutscheine einlösen und natürlich ein wenig sporteln, aber wirklich nur ein wenig. Neue Ziele sind bereits gesteckt und dafür brauche ich wieder volle Energie. Außerdem sieht das Display meiner Uhr ohne einen Countdown total langweilig aus ;o) Dazu später mehr.

Bis dahin,

Eure Anja

Der Countdown läuft – Morgen!

Die Zeit schreitet mit großen Schritten voran, in nicht einmal 24 Stunden ist Start des Ironman Lanzarote!

Die letzten Tage bestanden daraus meine Haut an die Sonne zu gewöhnen, zu schlafen, noch ein wenig zu trainieren, Freunde treffen und die Insel zu erkunden.

Gestern standen drei Punkte auf der Tagesordnung:

1. Mit Alex die Radrunde abzufahren (mit dem Auto natürlich).

2.  Die Startunterlagen im Club La Santa zu holen.

3. Nudeln zu essen.

Die Radrunde… dazu kann ich nicht viel sagen. Außer, dass es das härteste ist was ich je gesehen habe, geschweige denn  je gefahren bin. Und dazu der Wind. Das gute ist, dass ich nun entspannt bin, denn es ist echt piep egal, ob du hier 1:05h oder 1:15h schwimmst. Und auch die ersten 120KM auf dem Rad werden im “Trainingsmodus” gefahren.

Dem Thema Ernährung während des Wettkampfes kommt auch noch mal eine ganz andere Bedeutung zu. Leider gibt es auf der Radrunde keine Gels und beim laufen auch nur an einer Station. Aber da müssen alle durch und ich bin jetzt schon gespannt, was man für neue Erfindungen beim einchecken der Räder sieht, wo die Athleten ihre Gels und Riegel verstauen ;o)

Seit Mittwoch habe ich auch ein normales Vorderrad (danke Alex!) und damit komme ich viel besser zurecht.

Mittlerweile freue ich mich auf das Rennen :o) Ironman ist eh schon eine anstrengende Angelegenheit, aber das Rennen wird alles toppen was ich bisher gemacht habe (auch Hawaii kommt hier in meinen Augen nicht ran). Ich weiß das ich gut trainiert habe (auch noch einmal ein ganz großes Danke an Jürgen!) und hoffe, dass mich die vielen Einheiten, die ich im Schnee und Eis absolviert habe hier stärker machen und mir Kraft geben werden.

Und bei all den lieben Worten und Wünschen der vergangen Tage kann es ja gar nicht schief gehen :o)

Also, ab morgen 8:00 eurer Zeit heißt es Daumen drücken! Ich melde mich, sobald ich dazu wieder fähig bin!

Liebe Grüße,

Eure Anja


Lanzarote – angekommen und erstes Training

Gestern sind wir nach einer problemlosen Reise auf Lanzarote angekommen. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie schnell es geht: Zu Hause Frühstück gegessen, bei Regen und kalten Temperaturen und am Abend am Meer im T-Shirt gab es Abendbrot. Schon cool.

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Nachdem wir den Vormittag “abgehangen” haben, ging es am Mittag mit dem Training los. Auf dem Plan stand 2,5h Rad plus 30 min laufen.

Was soll ich sagen: Ich wußte das es windig wird, dass es sehr windig wird, aber das es SO windig wird (bis zu 55 KmH!)!? Ich saß auf meinem Rad und hatte einfach nur Angst, nicht nur am Anfang, sondern die GANZE Zeit! Ich habe mich nicht getraut mein Lenker los zu lassen, geschweige denn in Aero Position zu fahren. Weitere Probleme die sich daraus ergeben: Nichts getrunken (SEHR schlecht bei 30 Grad) und total angespannt auf meinem Rad gesessen :o(

Und dabei ist die Radstrecke echt toll, zumindest der erste Teil den wir gefahren sind war wunderschön. Das könnte genau mein Ding sein, aber aufgrund meiner technischen Defizite auf dem Rad kann das ganz schön nach hinten los gehen. Stephan hat mir dann sein Vorderrad gegeben (Zipp 303, ich habe 404), aber das hat nichts gebracht. Nun hoffe ich, dass Alex mir noch ein normales VR mitbringt.

Für meinen Kopf war die Aktion alles andere als gut, aber andererseits muss ja jede(r) da durch. Der anschließende Lauf war ok, aber die “Wellen” (ich würde ja schon von Bergen sprechen ;O) sind auch nicht zu unterschätzen. Und wenn dann der Wind von vorn kommt…ui, ui, ui.

Fest steht, dass es am Samstag ein ganz großes “Aua” geben wird. Gerade kann ich nicht sagen, dass ich mich auf das Rennen freue, aber vielleicht wird es ja ein wenig besser. Es soll wärmer werden und somit soll der Wind ein wenig nachlassen.

Morgen geht es das erste mal ins Meer Neo schwimmen. Und dann ist “Pooling” angesagt :o)

Sonnige Grüße!

Eure Anja